Eversbusch Doppelwacholder

Nachdem die Ginwelle ihren Höhepunkt wohl langsam überschritten hat, gibt es nun in Berlin bereits die erste Cocktailbar, die Gin komplett ausgelistet hat. Statt dessen setzt man dort auf klassischen Doppelwacholder aus dem Hause Eversbusch in Hagen – das musste ich natürlich testen.

Egal ob pur getrunken oder als Gin Tonic – oder gar im Cocktail, machen sich die beiden Sorten ausgesprochen gut und bilden tatsächlich eine gute Alternative zum Gin. Dabei gibt es hier 2 Sorten, zum einen den 46-prozentigen Doppelwacholder, zum anderen den nach dem 200 Jahre alten Originalrezept gebrannten „1817“ mit 56%, der sich natürlich dadurch auch zum Mixen hervorragend eignet. Dadurch, dass der Wacholder hier bereits beim Brennen zugefügt wird, bekommt man einen klaren, tiefen Geschmack, den man bei Cocktails eventuell noch etwas ergänzen muss, der aber auf jeden Fall sehr lecker ist.

Den Eversbusch Doppelwacholder gibt es in der Steinflasche für ca. 30 Euro pro 0,7 Liter Flasche bzw. 15 für die 0,35 Liter Flasche, weitere Infos gibt es unter www.eversbusch.de

Willi naturtrüb

Die Rebhann Edelobstbrennerei hat lange getüftelt, wie man einen „Williams-Christ“-Birnenbrand noch besser hinbekommt und hat als Ergebnis den naturtrüben Williams erfunden und patentieren lassen. Somit ist das der einzige naturtrübe Schnaps der Welt. Wichtiger als dieses Merkmal ist aber der Geschmack, und der kann auf ganzer Linie überzeugen. Kräftig und fruchtig ist er, dennoch mild im Abgang, sodass er nicht nur nach dem Essen wohltut, sondern auch so ein voller Genuss ist.

Der Willi naturtrüb hat 40 % Alkohol und kostet19 Euro für die 0,7 l Flasche. Weitere Infos gibt es unter www.rebhann.de

Ron Vacilón 7 Años

Wer es etwas exotischer mag, oder eine Tikiparty plant, dem kann ich den Ron Vacilón 7 Años empfehlen.

Borco hat sich als erster Importeur weltweit dem kubanischen Rum angenommen, der dort seit den 50ern gebrannt wird. Dabei wird ausschließlich Zuckerrohr statt wie bei anderen Melasse zur Produktion verwendet. Die 7 Jahre Lagerung im Eichenfass verleiht dem Rum schließlich die bersteinerne Farbe – und die Tiefe, die Cocktals das gewisse Extra verleiht. Der fruchtig-nussige Geschmack passt gut zu Tikicocktails wie dem Mai Tai.

Natürlich gibt es den Rum auch jünger, die Einsteigerqualität ist für ca. 13 Euro zu haben, für den 7jährigen werden ca. 23 Euro aufgerufen, die sich meines Erachtens aber durchaus lohnen.

Weitere Infos zum Ron Vacilón ldgibt es unter www.borco.com

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Fieldfare Diemel Dry Gin

Als Berliner war ich natürlich überrascht, als ich erfahren habe, dass es auch einen nordhessischen Gin gibt – den wollte ich natürlich hier auch mal vorstellen: Der Fieldfare Diemel Dry Gin besticht durch den eher süßen nordhessischen Wacholder, der einen Gin Tonic damit zu einem etwas anderen Getränk macht. Aber auch die anderen der insgesamt 21 Botanicals – bis hin zu Sanddorn und einer Alge – macht den Gin geschmacklich zu etwas besonderem, was auch in Cocktails lecker ist. Daher eine gute Alternative aus dem Umkreis zu den üblichen Verdächtigen.

Den Fieldfare Diemel Dry Gin gibt es im Fachhandel für ca. 35 Euro für die chice Halbliterflasche, weitere Infos gibt es unter www.fieldfare-gin.de

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Bozal Mezcal Ensamble

Hochwertiger Mezcal wird natürlich zu 100% aus Agaven gemacht. Hier steht ein Mix aus 2 wilden Sorten Pate, die in klassischer handwerklicher Tradition gebrannt werden. Dazu werden die Agaven in Erdöfen gebrannt und mit einem steinernen Rad zermahlen. Tja, und was soll ich sagen? Man hat das Gefühl, genau dies zu schmecken, die Agaven, die Erde, den Rauch und das auf eine einzigartige Mischung. Noch dazu brennt er mit seinen stattlichen 47% kein bisschen im Hals. Ich muss sagen, ich habe selten einen so außergewöhnlichen, intensiven und guten Schnaps getrunken wie diesen, er ist in meinen Augen etwas ganz besonderes – und unfassbar lecker.

Den Bozal Mezcal Ensamble gibt es für ca. 55 Euro in der 0,7 Liter Tonflasche im gut sortierten Fachhandel, weitere Infos gibt es unter www.3badge.com/bozal

 

The Illusionist Dry Gin

Neue Ginsorten kommen fast täglich auf den Markt, viele davon sind durchaus genießbar. Der Illusionist zeichnet sich auch durch einen ausgewogenen, hervorragenden Geschmack aus, ist darüber hinaus auch noch Bio – und hat als Farbe ein aus einer Blume gewonnenes tiefes Blau. Dieses verwandelt sich bei Zugabe einer sauren Flüssigkeit – wie beispielsweise Tonic – in ein zartes Rosa. Dieser Effekt macht ihn natürlich einzigartig – trotzdem würde ich ihn nicht empfehlen, wenn der Geschmack nicht so wäre wie er ist: Fruchtig, floral, etwas süß und natürlich mit einem ordentlichen Schuss Wacholder. Fazit: Ausgesprochen lecker, gerade im Gin Tonic, und nicht nur beim ersten Mal mit Aha-Effekt.

Der The Illusionist Dry Gin kostet im Fachhandel ca. 40 Euro für 0,5 Liter. Weitere Infos gibt es unter www.theillusionist-gin.de

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Pasote Tequila

Wer es gerne mexikanisch mag, dem sei der Pasote Tequila empfohlen. Dieser wird zu 100% aus Agaven gemacht und unter der Aufsicht des Meisterbrenners Felipe J. Camarena zu einem Premium-Tequila verarbeitet, der es wahrlich inne hat. Einen so leckeren Tequila habe nicht nur ich noch nie getrunken, ich habe ihn auch jemandem verköstigt, die vorher meinte, sie würde keinen Tequila mögen. Nach dem ersten Schluck revidierte sie ihre Meinung. Kein Wunder, das hier hat nichts mit billigem Hütchentequila zu tun, den man sonst so kennt. Er ist würzig, brennt trotzdem im Abgang auch bei Zimmertemperatur kein bisschen, hat etwas Zitrone und Pfeffer im Geschmack und ist geschmacklich dabei einfach rund. Das liegt wohl auch daran, dass hier nichts dem Zufall überlassen wird, angefangen von spezieller Wasserqualität bis zu den mundgeblasenen Flaschen.

 

Den Pasote Tequila gibt es in den Qualitäten Blanco, Reposado und Anejo. Der Reposado und der Añejo werden 7 bzw. 18 Mon ate in ehemaligen Bourbon Fässern ausgebaut, was ihnen eine zusätzliche Tiefe verleiht.

Der Pasote Tequila hat 40% und kostet im Fachhandel zwischen 50 und 70 Euro für eine 0,7-Liter-Flasche, je nach Qualität. Weitere Infos gibt es unter www.3badge.com/pasote

Niemand Dry Gin

Für die Feinschmecker oder –trinker gibt es nun einen besonderen Gin: Es gibt zahlreiche Ginsorten, die sich nur marginal voneinander unterscheiden. Der Niemand ist anders, zeichnet er sich doch durch eine deutliche Rosmarinnote aus. Am besten zur Geltung kommt diese in einem eher trockenen Tonic mit einem Stück Apfel drin. Aber auch in einigen Cocktails macht er sich gut, beispielsweise im Negroni oder im Gin Basil Smash. Sicherlich polarisiert der deutliche Rosmarin in diesem Gin, wer den Geschmack aber mag, wird den Niemand lieben.

Den Niemand Dry Gin mit 46% Alkohol gibt es für ca. 35 Euro pro Halbliterflasche im gut sortierten Fachhandel, weitere Infos gibt es unter www.niemand-gin.de

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Vin Aqua Vin Weinseminare

Nicht nur für Berliner, sondern auch als etwas anderer Tipp für den Kurzurlaub: Das Vin Aqua Vin in Neukölln ist eine Mischung aus Weinbar, Weinladen und Restaurant. Noch dazu bieten sie aber Weinseminare an, wo man eine Menge erfahren kann und nebenbei noch einige Sorten verköstigt. Ich habe dort an einem Burgunderseminar teilgenommen, was zwar schon sehr ins Detail geht, wo aber auch ich als jemand, der mit Wein nicht sehr vertraut ist, einige Informationen und Geschmackserlebnisse mitgenommen habe – beispielsweise wo auf der Zunge man Süße oder Säure schmeckt und natürlich die verschiedenen Arten des Burgunder – und dabei auch für mich exotisches wie ein Blanc de Noirs kennengelernt: Dahinter verbirgt sich ein Weisswein, der aus roten Trauben gemacht wird. Natürlich gibt es dort aber auch Grundkurse für Leute, die bei Null einsteigen wollen. Sicherlich mal eine originelle Art, in Berlin in die Nacht zu starten…

Nähere Informationen zu den Weinseminaren gibt es unter vinaquavin.de/kurse-und-seminare/

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Malecon Rum Reserva Superior 15 Jahre

Rum erlebt ja gerade eine Hochzeit, wodurch immer mehr Marken bei uns zu finden sind. Und das zu Recht, gibt es doch neben den Rumsorten, die eher im Cocktail zu Hause sind auch welche, die man am Besten pur trinkt, wie eben einen guten Whiskey. So auch der Malecon 15 aus Panama, der nach alter kubanischer Tradition gebrannt wird. Dieser besticht durch eine Tiefe, die man in den Supermarktsorten nicht erleben wird. Anders als manch anderer alter Rum ist dieser hier nicht so süß, auch wenn man Vanille und Karamell durchschmeckt. Noch dazu gibt es etwas Rauch, sodass hier wirklich Whiskeytrinker völlig überzeugt sein werden – aber nicht nur die. Und: Auch in etwas herberen Cocktails macht er eine gute Figur – auch wenn er dafür fast zu schade ist.

Der Malecon Rum Reserva Superior 15 Jahre hat 40% und kostet im Handel ca. 30-35 Euro, weitere Infos gibt es unter www.rum-malecon.de

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